Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Kategorie: Regisseure (Seite 2 von 5)

Edgar Reitz mit seinem neuen Film LEIBNIZ – CHRONIK EINES VERSCHOLLENEN BILDES bei den Heimat Europa Filmfestspielen

Regisseur Edgar Reitz präsentierte seinen neuen Film und wurde stürmisch gefeiert

Einen in jeder Hinsicht wahrlich gelungenen Eröffnungsabend erlebten die siebten Heimat Europa Filmfestspiele am Freitag auf dem Fruchtmarkt in Simmern – mit Ehrengast Edgar Reitz. Das vielköpfige Team vom Pro-Winzkino und die Stadt Simmern konnten am Ende nicht zufriedener sein.

Edgar Reitz (r.) und "Leibniz"-Hauptdarsteller Edgar Selge (l.)
Edgar Reitz (r.) und „Leibniz“-Hauptdarsteller Edgar Selge (l.) © HEFF/Werner Dupuis
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Ein großartiger Geschichtenerzähler – Hollywoodlegende Clint Eastwood wird 95

Ein Geburtsagsporträt von Kai Bliesener

Ein Gesicht, so markant wie eine Felsformation in den Rocky Mountains. Furchen, die sich mit den Jahrzehnten so tief eingegraben haben, wie der Grand Canyon. Augen, die blitzen können wie glühende Kohlen. Und ein Mund, dessen Lippen zusammengepresst kaum mehr als ein schmaler, gerader Strich sind. So kennen wir Clint Eastwood, Hollywoods Großmeister, der auch von den dunklen Themen nicht zurückschreckt, sondern sie ausleuchtet und auf die Leinwand bringt. Dabei kann er ziemlich verschmitzt lächeln und verfügt über einen trockenen Humor, der auch von gesunder Selbstironie lebt.

Clint Eastwood beim Cannes Film Festival 2008
© Fanny Bouton / Wikimedia Commons
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Zum Geburtstag: Curtis Hanson wäre heute 80 Jahre alt geworden

Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
*24. März 1945 †20. September 2016

Als sich Curtis Hanson als Regisseur und Co-Autor an die James-Ellroy-Adaption L.A. Confidential (1997) wagte, galt er schon als solider Thriller-Handwerker, legte mit diesem Film aber sein Meisterstück vor. Er und Co-Autor Brian Helgeland brachten Ellroys mehrere hundert Seiten starkes Biest von einem Crime-Epos auf filmtaugliche 138 Minuten, indem sie sinnig Figuren und Handlungsstränge wegließen, ohne die Grundgeschichte um drei grundverschiedene Cops zu verwässern, von denen jeder auf seine eigene Weise in eine gigantische Verschwörung gerät.

Curtis Hanson mit Drew Barrymore am Set von GLÜCK IM SPIEL (© Warner Bros.)
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Michael Bay wird 60 Jahre alt

Regisseur *17. Februar 1965

Eines lassen ihm selbst seine Kritiker: Man erkennt einen Michael-Bay-Film, wenn man ihn sieht. Stilmittel wie Zeitlupen, 360-Grad-Kamerafahrten, extreme Untersichten und komplexe, mehrschichtige Bildkompositionen sind einige seiner visuellen Trademarks. Was jedem anderen Regisseur zweifelsohne als Stil ausgelegt würde, wird bei Bay auch gern als Selbstplagiat bezeichnet, denn er ist eine Reizfigur des Mainstreamkinos.

Michael Bay am Set von TRANSFORMERS – THE LAST KNIGHT (© Paramount)
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CLERKS – Von Erfolgsrezepten, Ladenhütern und besten Freunden

Mit Clerks beginnt 1994 nicht nur Kevin Smiths Regiekarriere, sondern auch sein View Askewniverse

In den frühen 1990ern schaffen einige Indie-Filmer den Durchbruch, indem sie mit so gut wie keinem Budget und vielen Tricks ihre Visionen in ein Spielfilmdebüt bündeln. Robert Rodriguez kratzt das wenige Geld für seinen No-Budget-Actionfilm El Mariachi (1992) zusammen, indem er an Medikamententests teilnimmt, ehe er im Guerillastil auf den Straßen Mexikos dreht. Edward Burns verpflichtet viele unbezahlte Darsteller und filmt Kleine Sünden unter Brüdern (1995) größtenteils im elterlichen Wohnzimmer ab. In diese Riege passt auch Kevin Smith mit Clerks (1994).

Lisa Spoonauer und Jeff Anderson in CLERKS - DIE LADENHÜTER
Lisa Spoonauer und Jeff Anderson in CLERKS – DIE LADENHÜTER (© Paramount/Universal)
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Alfred Hitchcock: Einer der einflussreichsten Filmemacher aller Zeiten

Der »Meister des Suspense« Alfred Hitchcock wäre im August 125 Jahre alt geworden

Er war und ist ein zeitloses Phänomen, weltweit in jedem Wohnzimmer bekannt. Sein Markenzeichen: Spannende, komplexe Krimihandlungen mit jeder Menge Twists und Überraschungen, gepaart mit rabenschwarzem Humor. Er gilt bis heute als der »Master of Suspense« und war zugleich einer der erfolgreichsten Regisseure aller Zeiten. Gleich mehrere seiner Werke haben Filmgeschichte geschrieben.
Die Rede ist natürlich von Alfred Hitchcock, oder besser: Sir Alfred Hitchcock.

Schwarzweiß-Porträtfoto von Alfred Hitchcock, der ernst in die Kamera blickt.
Alfred Hitchcock 1960 (Wikimedia Commons)
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Guillermo del Toro wird 60 Jahre alt

Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
*9. Oktober 1964

Zu Guillermo del Toro gibt es unzählige Anekdoten. Dass er im Prä-Streaming-Zeitalter einen Koffer mit jeder Menge DVDs bei Dreharbeiten dabeihatte, um sich stets durch Film(geschicht)e inspirieren lassen zu können. Dass James Cameron, der seit Beginn von del Toros Karriere zu dessen Freunden zählt, ihn 1997 finanziell unterstützte, als sein Vater gegen Lösegeld entführt wurde. Und dass er mehrere Häuser besitzt, in denen er Filmrequisiten, Literatur, Zeichnungen und alles zum Thema Phantastik sammelt.

Guillermo del Toro mit dem Faun als PANS LABYRINTH
Guillermo del Toro mit dem Faun aus PANS LABYRINTH (© Capelight / Al!ve)
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Zum Geburtstag: Louis de Funès wäre heute 110 geworden

Schauspieler, Komiker, Regisseur und Drehbuchautor *31. Juli 1914 †27. Januar 1983

Die Welt schien nicht auf den 1,64 Meter großen Spross einer aus Sevilla immigrierten Adelsfamilie gewartet zu haben. Gescheitert u.a. als Kürschner, Fotograf und Dekorateur arbeitete Louis de Funès nachts als Jazzpianist in Pigalle und nahm tagsüber Schauspielunterricht, wie er später sagte, weil er geglaubt habe, ein romantisches Äußeres zu haben. Ab 1945 folgten erste Kleinstauftritte im Film und 1957, mit schon schütterem Haupthaar, erste Hauptrollen, oft als Patriarch in eher mäßigen Komödien.

Louis de Funès als Restaurantkritiker Charles Duchemin in BRUST ODER KEULE
Louis de Funès als Restaurantkritiker Charles Duchemin in BRUST ODER KEULE (© StudioCanal)
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«Wie erzählt man, ohne alles zu sehr zu erklären?» Das Gesagte und das Gezeigte in Filmen von Thomas Arslan

Ein Auszug aus Band 86 der Zeitschrift AugenBlick: Ein Gespräch mit Thomas Arslan

Das Gespräch mit Thomas Arslan (TA) haben Özkan Ezli (ÖE) und Bernd Stiegler (BS) am 29. und 30. Juli 2022 in Berlin geführt.

ÖE: Du nutzt das Verhältnis zwischen Gesagtem und Ungesagtem, zwischen Gezeigtem und Nichtgezeigtem in deinen Filmen sehr offensiv, z. B. in Ferien. Es macht hier durchaus die Dynamik des Films aus, auch weil gelingende Dialoge fehlen. Wie verknüpfst du das Gesagte und das Gezeigte? Ist das im Drehbuch schon drin oder kommt es erst mit den Orten, mit dem Zusammenspielen, mit den Schauspieler:innen, mit der Arbeit am Film bis hin zum Schnitt?

Protagonist Trojan in VERBRANNTE ERDE (2024), © Reinhold Vorschneider / Schramm Film
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