Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Monat: Mai 2026

Ein Mordprozess und die Wirkung des Kinos: Der Fall Robert Williams (1929)

Im Londoner Old Bailey beruft sich ein Angeklagter auf Visionen des Schauspielers Lon Chaney – und macht einen Kriminalfall zu einem ungewöhnlichen Kapitel der Filmgeschichte.

London 10. Januar 1929: An diesem Tag steht der Angeklagte Robert Williams wegen Mordes vor Gericht. Der 28-Jährige arbeitslose Zimmermann hatte am 23. Oktober des Vorjahres die Hausangestellte Julia Mangan getötet. Es besteht kein Zweifel an seiner Schuld, dennoch weist Williams die Verantwortung von sich und stellt eine groteske Behauptung auf, die diesen Fall weit über seine Zeit hinaus populär machen wird: Kurz bevor er der jungen Frau im Hyde Park mit einem Rasiermesser die Kehle durchschneidet, sieht Williams laut eigener Aussage in einer Vision «einen Mann an der Ecke, der Grimassen schnitt. Er drohte mir und schrie mich an, dass er mich da hätte, wo er mich haben wollte!» Dieser Mann ist für kaum jemanden im Gerichtssaal ein Unbekannter, im Gegenteil: Der Mann ist weltberühmt – es ist der Hollywoodstar Lon Chaney.

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Robert Pattinson wird 40 Jahre alt

Schauspieler *13. Mai 1986

Der Karriereanfang verhieß nicht unbedingt ein gutes Ende. Seinen weltweiten Durchbruch feierte Robert Pattinson 2008 mit Twilight – Biss zum Morgengrauen – der Verfilmung des ersten Teils von Stephenie Meyers gleichnamiger, superfolgreicher Jugendbuchreihe. Twilight wurde ein gigantischer Hit, spielte bei einem Budget von 37 Millionen Dollar 408 Millionen ein und machte Pattinson nicht nur zum absoluten Superstar und feuchten Traum von unzähligen jungen Frauen, sondern dank einer vierjährigen Liebesbeziehung mit Twilight-Filmpartnerin Kristen Stewart ebenso zum Dauerthema der Boulevard-Medien.

Robert Pattinson und Kristen Stewart als Edward Cullen und Bella Swan in
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN (2008) © Concorde
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Die Bounty: Eine Meuterei jenseits der Traumfabrik Hollywood

Simon Füchtenschnieder recherchierte die wahre Geschichte der vielfach verfilmten Meuterei auf der Bounty. Die einfache Aufteilung in Gut und Böse, die die Filme meist zeigen, ist in der Realität doch etwas komplizierter.

Sie ist die wohl berühmteste Meuterei der Geschichte – dabei ist ihr Ablauf eigentlich nicht sonderlich spektakulär. Zudem verläuft sie unblutig. Den brutalen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen sadistischem Tyrannen einer- und edlem Helden andererseits, machten eine Roman-Trilogie und Hollywood später aus der Geschichte. Damit verankert die Traumfabrik sie dauerhaft in den Köpfen der Zuschauerinnen und Zuschauer.

© MGM
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