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Schlagwort: Scream

Wie SCREAM (1996) den Horror neu erfand

Wes Craven, Kevin Williamson und die Geburt des modernen Horrors

Schon bevor es Scream gab, war das Horrorgenre gern selbstreflexiv und setzte seine eigenen Konsumenten als Hauptfiguren ein. In Fright Night – Die rabenschwarze Nacht (1985) ist Genrefan Charlie Brewster der Einzige, der erkennt, dass der adrett-smarte Nachbar Jerry Dandridge ein Vampir ist, aus ähnlichem Holz sind die comic- und horrorbegeisterten Frog-Brüder in The Lost Boys (1987) geschnitzt.

Drew Barrymore in der legendären Anfangssequenz von SCREAM (1996) © Paramount/Universal
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Masken des Bösen

Thomas Koebner über «Masken, Puppen und einsame Kinder»

Ein Auszug aus Thomas Koebners neuer Veröffentlichung «Masken, Puppen und einsame Kinder» über Stanley Kubricks Eyes Wide Shut (1999) und Kaneto Shindos Onibaba (1964).

«Jemandem die Maske herunter reißen», wird redensartlich als Akt verstanden, die Wahrheit ans Licht zu bringen, Betrüger, Heuchler, Intriganten und andere, die sich verstellen, bloßzustellen und deren arglistige Absichten aufzudecken. ‹Maske› bezeichnet in diesem Fall als Metapher das Arrangement eines falschen, oft scheinbar wohlwollenden Ausdrucks, der andere mit Vorsatz täuschen will. Die Maskenträger dieser Art fühlen sich oft sicher und unangreifbar hinter ihrer Larve, genießen vielleicht die Macht, die sie ausüben, indem sie ihre feindlichen Interessen hinter inszenierter Freundlichkeit verstecken: Unter der glatten Maske kann das Böse lauern.

‹Scream›: Die ‹populär› gewordene weiße Maske des Mörders
‹Scream›: Die ‹populär› gewordene weiße Maske des Mörders
(Wes Craven, USA 1996), © StudioCanal
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