Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Schlagwort: Hollywood

Hollywoodstar Lon Chaney

Der Mann mit den 1000 Gesichtern.

Es war in den 1990er-Jahren, als ich erstmal einem von Chaneys Tausend Gesichtern begegnete: auf einer Halloweenparty hatte sich jemand als The Man in the Beaver Hat verkleidet, originell schaurig wie ich fand. Was ich damals nicht wusste: Es ist das Kostüm, das Lon Chaney 1927 in dem Horrorfilm London after Midnight trug und ja, er war Hollywoods erster Filmvampir, vier Jahre bevor Dracula in die Kinos kam. Angeblich war sein Auftritt als Untoter in diesem Gruselkrimi so überzeugend schockierend, dass es Menschen in den Wahnsinn treiben konnte. Kein Scherz!

Lon Chaney präsentiert die Quelle seiner Verwandlungskunst, seinen
unverzichtbaren Make-up-Koffer.
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Billy Wilder – Ein Leben für den Film

Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent Billy Wilder schuf Klassiker, die auch heute noch glänzen. Heute wäre er 120 Jahre alt geworden.

Ende der 1930er saß Ernst Lubitsch, damals der erfolgreichste Filmemacher in Hollywood, einem jungen Drehbuchautor gegenüber, der verzweifelt Arbeit suchte. Lubitsch wollte eine romantische Komödie drehen und fragte nach originellen Ideen. Der junge Autor beschrieb eine Szene im Kaufhaus: Ein Mann will eine Pyjama-Hose kaufen. Der Verkäufer sagt, dass Hose und Oberteil nur gemeinsam verkauft werden. Der Mann braucht aber das Oberteil nicht, und er hat nicht genug Geld für beides. Da kommt eine Frau hinzu und sagt, dass sie sich zusammentun sollten: Sie braucht nur das Oberteil. Lubitsch lachte. Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und einer beispiellosen Hollywood-Karriere. Der Junge Drehbuchautor: Billy Wilder.

Billy Wilder (l) mit Jack Lemmon bei den Proben zur Tango-Szene in
MANCHE MÖGEN’S HEISS (1959) © MGM / 20th Century Fox
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Amy Adams wird 50 Jahre alt

Schauspielerin und Produzentin *20. August 1974

Es gibt nicht viele unauffällige Hollywoodstars – erst recht keine weiblichen. Nicole Kidman versuchte mal eine abgerissene Putzfrau zu spielen und Julia Roberts eine nerdige Jurastudentin. Aber Glamour kann man nicht überschminken. Kidman und Roberts sind geborene Stars, die mit strahlendem Lächeln und aristokratischer Eleganz die Wunschvorstellungen der Zuschauer verkörpern können – aber niemand würde sie mit dem Dienstpersonal verwechseln. Amy Adams dagegen kann ausgezeichnet in einer Menschenmenge untertauchen. Und daher auch Frauen spielen, die nicht herausstechen. Frauen, die einen Job haben, denen Motoröl am Pulli klebt – tatsächlich hat sie mit ihrer besten Freundin Emily Blunt sehr erfolgreich ein Duo von Putzfrauen-Schwestern gespielt.

Amy Adams als Camille Preaker in SHARP OBJECTS
Amy Adams als Camille Preaker in SHARP OBJECTS (© HBO / Warner Bros.)
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«Brust oder Keule?» Film-Motive bei Alfred Hitchcock

Wie Alfred Hitchcock Essen, Mord und Sexualität inszeniert

Auf die Frage «Wie würden Sie gern ermordet werden?», antwortete Alfred Hitchcock: «Nun, es gibt viele nette Möglichkeiten. Essen ist eine gute.» Der Topos der Nahrungsaufnahme zählt zu den Leit­motiven in Hitch­cocks Œuvre. In nahezu jedem seiner 53 Spielfilme taucht mindestens eine Essensszene auf, die über eine rein ornamentale Funktion weit hinausgeht.

Screenshot aus Alfred Hitchcocks Film "Über den Dächern von Nizza"
Grace Kelly und Cary Grant in ‹Über den Dächern von Nizza›
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