Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Kategorie: Praxis (Seite 2 von 2)

Festival zur Förderung des Abseitigen

Das Randfilmfest in Kassel

Die großen Glamour-Filmfestivals wie Berlin, München oder auch das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen sind den meisten Filminteressierten bekannt. Doch es gibt auch viele kleine Festivals, die Entdeckungen zulassen: zum Beispiel das Randfilmfest in Kassel, dessen Name Programm ist.

Es ist ein Festival zur Förderung der abseitigen Film- und Kinokultur, das dem Vergessenen, Verdrängten, Zensierten und Übersehenen ein Forum bietet, unbequeme Fragen stellt und in den filmischen Werken der cineastischer Visionäre abseits des Mainstream Denkanstöße zu ihrer Beantwortung liefert.

Fragen des Lebens

Das Festival findet jährlich im September statt und ging in diesem Jahr in die sechste Runde. Unter dem Motto XST (gelesen: EXIST/EXISTENCE) wurden einige der großen Fragen des Lebens behandelt: Exil, Exzess, Widerstand oder Existus vereinten die Protagonisten der Filme im Schmerz um die eigene Existenz. Das Festival fand auch dieses Jahr wieder direkt am Kulturbahnhof, im Interim der Nachrichtenmeisterei und im Film-Shop statt.

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Die Kunst des Storyboarding

Der Film zwischen Drehbuch und Kamera

Am Anfang vieler großer Filme steht das Storyboard. Ohne dieses würden Filme wie Hitchcocks The Birds (1963) nicht die sein, die das Publikum im Kino zu sehen bekommt. Sie visualisieren Filmszenen noch bevor diese gedreht werden und sind die Schnittstelle zwischen Drehbuch und Kamera. In «Storyboarding – Filmisches Entwerfen» zeigen die Autoren anschaulich, wie Storyboard-Zeichner Drehbücher von Hitchcock oder Walt Disney grafisch zum Leben erwecken.

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Spiel ist Spiel und Film ist Film

Videoästhetik und die Schwierigkeit ihrer filmischen Adaption

Videospiele haben schon lange nicht mehr den schlechten Ruf, den sie vor einigen Jahren noch hatten. Hieß es – insbesondere nach einigen erschreckenden Amokläufen – blutrünstige Computerspiele würden die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen erhöhen, geht man heute davon aus, dass sie die Konzentration und die Fähigkeit, Probleme zu lösen, steigern. Schon bald wurden populäre Videospiele auch verfilmt, konnten aber nur selten Erfolge verzeichnen.

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«In Deutschland braucht man ein Anliegen»

Gespräch mit Josef Rusnak über das Filmemachen in Deutschland und den USA

Der Filmregisseur und Drehbuchautor Josef Rusnak wurde am 25. November 1958 geboren. 1984 debütierte er mit Kaltes Fieber, wofür er mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Zu seinen Filmen gehören weiter The Way We Are mit Hilary Swank, The 13th Floor und The Contractor mit Wesley Snipes.

Was ist der Unterschied zwischen den USA und Deutschland im Bezug auf die Film- und TV-Serienproduktion?

Josef Rusnak Alles, was wir im deutschen Serienbereich sehen, gibt es bereits seit fünf bis sieben Jahren im internationalen Markt zu sehen und zu kaufen. Es sind nachempfundene englische oder amerikanische Formate. Das geht bis zu den großen Fernsehshows. Alles ist lizensiert oder einfach nur abgekupfert. Was dann übrig bleibt ist die Kopie, oder das Allgemeine, nie das Besondere oder Einzigartige, das Neue. Experimente werden nur im Ausland gemacht.

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So geht Kino!

Open Air, im Zelt oder auf der fahrenden Leinwand

Kino ist ein Ereignis. Heute wie vor hundert Jahren. In Afrika ebenso wie in Europa oder Asien. Wer an Kino denkt, dem fallen vermutlich als erstes opulente Säle mit roten Samtsesseln ein. Doch wahres Kinoerlebnis ist viel mehr als das. So unterschiedlich die Filme und Genres, so unterschiedlich sind auch die Orte, die Kinomacher für ihre Vorführungen nutzen.

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Kleider machen Leute

Ein Blick auf das Berufsbild der Kostümdesigner

Eine Person betritt die Szene eines Films oder die Theaterbühne – und schon haben wir uns ein Bild von ihr gemacht. Dazu trägt maßgeblich bei, wie die Person gekleidet ist. Kleider machen Leute, und diese Wirkung ist im Film oder auf dem Theater das Resultat der Arbeit der Kostümbildner und -bildnerinnen, ein Beruf, der oft im Schatten der anderen Tätigkeiten bei der Herstellung eines Filmwerks steht.

Riccarda Merten-Eicher arbeitet seit vielen Jahren in diesem Beruf und hat ein Buch geschrieben, in dem sie einen spannenden Einblick in die «Kostümsprache», von der ersten Inspiration, den Entwürfen über die finanzierbare Konzeption bis zur künstlerischen Umsetzung innerhalb des Filmwerks gibt.

Kostümentwürfe
Entwurf und fertiges Kostüm (Geliebte Clara, 2008)

Kostüme sind als eigenständiges filmisches Mittel in ein subtiles Spiel eingebunden, zielen mit ihrer Sprache auf eine spezifische Wahrnehmung und nicht nur darauf, schön zu sein.

FILMgeBlätter hat Riccarda Merten-Eicher nach den Besonderheiten ihres Berufs befragt.

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