Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Schlagwort: Nach einer wahren Geschichte

Die Bounty: Eine Meuterei jenseits der Traumfabrik Hollywood

Simon Füchtenschnieder recherchierte die wahre Geschichte der vielfach verfilmten Meuterei auf der Bounty. Die einfache Aufteilung in Gut und Böse, die die Filme meist zeigen, ist in der Realität doch etwas komplizierter.

Sie ist die wohl berühmteste Meuterei der Geschichte – dabei ist ihr Ablauf eigentlich nicht sonderlich spektakulär. Zudem verläuft sie unblutig. Den brutalen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen sadistischem Tyrannen einer- und edlem Helden andererseits, machten eine Roman-Trilogie und Hollywood später aus der Geschichte. Damit verankert die Traumfabrik sie dauerhaft in den Köpfen der Zuschauerinnen und Zuschauer.

© MGM
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Ein amerikanischer Held und der Matilda-Effekt – OPPENHEIMER (2023)

Für OPPENHEIMER hat Autor und Regisseur Christopher Nolan sehr gründlich recherchiert, wenn es darum geht, das Heldenbild des genialen Kernphysikers zu untermauern. Allerdings nimmt er in Kauf, eine bedeutende Wissenschaftlerin sträflich zu ignorieren.

Es war am Montag, 16. Juli 1945, exakt 5.29 Uhr und 45 Sekunden, als ein Mensch erstmals jene Kraft entfesselte, die die Welt im Innersten zusammenhält. Auf dem Testgelände Alamogordo in der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico detonierte die erste atomare Bombe mit einer Kraft, die 21.000 Tonnen des konventionellen Sprengstoffs TNT entsprach. Regisseur Christopher Nolan nimmt sich für diesen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte 92 Sekunden Zeit: Knapp zwei Drittel seiner dreistündigen filmischen Biografie über J. Robert Oppenheimer, den Vater der Atombombe, sind erzählt, als das Accelerando der Streicher abrupt abreißt. Der Countdown springt auf null – Stille.

OPPENHEIMER-Filmplakat © Universal
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Die Hölle sind wir – Die wahre Geschichte hinter EDEN (2024)

Wolfgang Wissler über die Recherche der wahren Geschichte hinter dem Film EDEN: Wie sieben Aussteiger auf der Insel Floreana sich selbst zerstörten – zwischen Idealismus und menschlichen Abgründen.

Selbst wenn man reist bis ans Ende der Welt – man nimmt immer sich selbst mit. Auch weit draußen im Ozean ist niemand sicher vor menschlicher Niedertracht. Sieben Menschen auf einer 173 Quadratkilometer großen Insel genügen, um sich das Paradies zur Hölle zu machen. Das sind traurige Erkenntnisse der sogenannten Galapagos-Affäre von 1934, aus der US-Regisseur Ron Howard seinen Film EDEN (2024) formte. Für unser Buch Based on a true Story habe ich Howards Film und die wahren Ereignisse auf der Galapagos-Insel Floreana unter die Lupe genommen.

Filmplakat von EDEN © Leonine
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