Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Schlagwort: Geburtstag (Seite 1 von 2)

Karoline Herfurth wird 40 Jahre alt

Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin *22. Mai 1984

Zuerst sehen wir sie nur von hinten. Ein sanft dahingleitender Schemen in einer dunklen Gasse. Close-Up auf ihren Nacken, das bleiche Dekolleté mit den vielen Sommersprossen, eine kupferfarbene Locke, die über die zarte Rundung ihrer Schulter fällt. Mit diesem kurzen, aber denkwürdigen Auftritt in Tom Tykwers Das Parfum verzaubert Karoline Herfurth als „Mirabellenmädchen“ 2006 nicht nur Serienmörder Grenouille, dessen erstes Opfer sie im Film wird, sondern auch das internationale Publikum.

Karoline Herfurth mit Ben Whishaw in DAS PARFUM
Karoline Herfurth mit Ben Whishaw in DAS PARFUM (© Constantin)
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Jane Campion wird 70 Jahre alt

Ein Geburtstags-Porträt der Autorin Marisa Buovolo

Als großartige Inszenatorin und begnadete Sensualistin des Kinos blickt Jane Campion auf ein Werk zurück, das die internationale Filmkultur maßgeblich geprägt und mehrere Generationen von Zuschauer:innen tief bewegt hat. Ganz frisch ist die Nachricht, dass sie am 16. August 2024 auf dem Filmfestival in Locarno mit dem Ehrenpreis Pardo d’Onore Manor geehrt wird.

Jane Campion 1990
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Saoirse Ronan wird 30 Jahre alt

Schauspielerin *12. April 1994

Geht es um Saoirse Ronan, lautet die erste Frage immer: Wie wird der Vorname ausgesprochen? Dazu später mehr. Als Tochter irischer Eltern in der Bronx geboren, kehrt die Familie nach Irland zurück, als Ronan drei Jahre alt ist. Dort begleitet sie ihren Vater Paul, der selbst Schauspieler ist, früh zu verschiedenen Filmsets. Erste eigene Schauspielerfahrung sammelt sie 2003 in der irischen TV-Krankenhausserie The Clinic. 2007 wird sie mit zwei Filmen einem breiteren Publikum bekannt: In Amy Heckerlings RomCom Hauptsache verliebt agiert sie neben Michelle Pfeiffer, in Joe Wrights Drama Abbitte verkörpert sie die junge Briony Tallis.

Saoirse Ronan als Susie Salmon in IN MEINEM HIMMEL
Saoirse Ronan als Susie Salmon in IN MEINEM HIMMEL (© Paramount)
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Nicolas Cage wird 60 Jahre alt

Schauspieler *7. Januar 1964

Nicolas Cage ist eines der großen Mysterien unserer Zeit – je mehr man über ihn weiß, desto weniger Sinn ergibt er. Gelegenheits-Kinogänger kennen ihr als käsigen Action-Star aus Con Air (1997) und den National Treasure-Filmen (2004, 2007). Die Internet-Generation kennt ihn aus unendlichen Memes von Wutausbrüchen und irren Grimassen als den König des Overactings.

Nicolas Cage in WORLD TRADE CENTER
Nicolas Cage in WORLD TRADE CENTER (© Paramount)
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Fatih Akin zum Geburtstag

Filmregisseur, Drehbuchautor, Darsteller und Produzent *25. August 1973

Über Fatih Akin wurde mal gesagt, seine Filme seien «Identität in Bewegung». Welch schöne Beschreibung, treffender als der oft bemühte und abstrakte Begriff des Migrationskinos. Er wird 1973 als Sohn türkischer Eltern in Hamburg-Altona geboren, wo er schon während seiner Gymnasialzeit Drehbücher schreibt, in der Theatergruppe aktiv ist und mit Super-8-Film experimentiert. 1993 fängt er an, bei der noch jungen Produktionsfirma «Wüste Film» zu jobben (die später seine Filme produzieren wird), von 1994 bis 2000 absolviert er ein Studium der visuellen Kommunikation an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.

Fatih Akin bei den Dreharbeiten zu ‹Tschick›
Fatih Akin bei den Dreharbeiten zu Tschick (2016), © Studiocanal
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Kathleen Kennedy zum Geburtstag

Filmproduzentin
* 5. Juni 1953

Wenn man Erfolg in Zahlen bemessen kann, dann ist Kathleen Kennedy unbestritten die erfolgreichste Filmproduzentin der Welt. Zusammen mit Steven Spielberg und Frank Marshall war sie der Kopf hinter der Produktionsfirma Amblin Entertainment und damit verantwortlich für viele große Filmklassiker der 1980er- und 1990er-Jahre. Wenn der Credit dieses Dreamteams – oft zu schmissigen Scores von John Williams – während des Vorspanns durchs Bild flog, dann war dies das wohl größte filmische «Seal of Approval», das die beiden Filmdekaden zu bieten hatten. Heute steht die Erfolgsproduzentin an der Spitze des mächtigsten Film-Franchises der Welt: Star Wars. Und damit vor der größten Herausforderung ihrer einmaligen Karriere.

Kathleen Kennedy mit J. J. Abrams am Set von ‹Star Wars: Das Erwachen der Macht›, © Disney
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Cool in jeder Lebenslage – Michael Caine

Ein Gastbeitrag des ray Filmmagazin

Von London über Hollywood nach Gotham City – Michael Caine hat eine lange, beeindruckende Karriere hinter sich. Er spielte Playboys und Agenten, Liebhaber und Killer. Nun wird er am 14. März 90 Jahre alt.

»Tony Curtis rettete mir das Leben.« Michael Caine weiß, wie man eine Geschichte erzählt, und so erwies er sich nach der Uraufführung der restaurierten Fassung von Sleuth, gleich am zweiten Abend der Viennale 2012 gezeigt, eine dreiviertel Stunde lang als genialer Unterhalter, der ganz ohne Allüren wundervolle Anekdoten aus seinem Leben verriet. Tony Curtis habe ihm Anfang der sechziger Jahre bei einem zufälligen Treffen in einer Hollywood-Bar kurzerhand das Rauchen verboten. Michael Caine gehorchte – und bekam keinen Lungenkrebs. Auch der Rat von John Wayne sei ihm bei seiner Karriere nützlich gewesen: »Merk dir drei Dinge: Sprich mit tiefer Stimme. Sprich langsam. Und sprich nicht zu viel.«

Michael Caine in "Play Dirty": Er trägt Uniform und zündet sich cool eine Zigarette an einer Kerze an
Michael Caine in ‹Play Dirty› (‹Ein dreckiger Haufen›)
(André De Toth 1969)
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Michael Mann zum Geburtstag

Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
* 5. Februar 1943

Was hat es auf sich mit dem Œuvre Michael Manns, das sich so leicht respektieren und aus sicherer Distanz bewundern lässt und das sich doch dagegen sträubt geliebt zu werden? Sind es die unnahbaren Loner und verschlossenen Profis, die vergrübelten Profiler, bindungsscheuen Cops und Banditen, die boxenden, hackenden, recherchierenden, einbrechenden, mordenden oder undercover ermittelnden Stoiker, die das Werk Manns bevölkern und die allzu oft wie die Alter Egos des 1943 geborenen Regisseurs wirken? Ist es Mann selbst, der sich partout weigert zum «Altmeister» zu werden und dessen Werk auch im sechsten Jahrzehnt seines Schaffens noch immer nicht abgeschlossen, sondern suchend, ungeduldig und hungrig wirkt? Und vor allem: Wer ist dieser Michael Mann und warum gehen einem seine Filme nicht aus dem Kopf?

Michael Mann am Set von Public Enemies, © Universal
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Edgar Reitz zum Geburtstag

Regisseur *1.11.1932

Als Filmliebhaber stößt man in internationalen Kritikerlisten oft auf einen Regisseur namens Edgar Reitz, dessen Werk Heimat (1984) zwischen den besten Filmen aller Zeiten auftaucht. Wer ist dieser Mann, der zwei der einschaltstärksten Straßenfeger der deutschen Fernsehgeschichte drehte, dafür in Venedig und England Filmpreise erhielt, ganz nebenbei die deutsche Gesellschaft nachhaltig prägte – und warum hat eine ganze Generation junger Filmliebhaber noch nie von ihm gehört?

Edgar Reitz und sein langjähriger Kameramann Gernot Noll
Edgar Reitz (r.) und sein langjähriger Kameramann Gernot Noll: Dreharbeiten zu Die andere Heimat (2013), © Concorde
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Idris Elba zum Geburtstag

Schauspieler *6.9.1972

«Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste und der Revolvermann folgte ihm». Mit diesem Satz beginnt Stephen Kings Roman Schwarz von 1982. Es ist der Auftakt einer achtbändigen Reihe, die lange als unverfilmbar galt. Mäßig begeistert waren Fans wie Filmkritik, als Regisseur Nikolaj Arcels den Zyklus um den dunklen Turm 2017 auf einen einzigen Actionfilm zusammendampfte. Mit Ausnahme der Besetzung des Titelhelden. Millionen Leser*innen hatten sich bis dahin diesen Revolvermann vor ihrem inneren Auge als wortkargen Cowboy irgendwo zwischen John Wayne und Henry Fonda, vor allem aber als weißen Mann ausgemalt.

Idris Elba (r.) mit Ruth Wilson in der Serie Luther (GB 2013), © Polyband

Was ein Beleg für die eurozentristische Perspektive der Lesenden und einen Mangel an Diversität in allen Medien ist, spricht für Idris Elbas schauspielerische Qualitäten. Schon in seiner ersten Szene als Revolvermann sprengt er diese Vorstellung und etabliert sich als perfekte Besetzung für diesen zwischen Idealismus und Desillusionierung zerrissenen Antihelden.

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