Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Schlagwort: Spaghettiwestern

ZWEI GLORREICHE HALUNKEN und der berühmteste Friedhof der Filmgeschichte

Zum 60. Geburtstag des legendären Sergio Leone-Films: Eine Reise an einen magischen Drehort im Norden von Spanien.

Was die Anzahl der Drehorte angeht, so ist Zwei glorreiche Halunken der komplexeste Western Sergio Leones, denn nach dem umwerfenden Erfolg des Vorgängers war die United Artists in die Finanzierung des Films eingestiegen, so dass nun an ganz verschiedenen Orten Spaniens gedreht werden konnte. Und Leone wusste dies auf eindrucksvolle Weise zu nutzen. Die Provinz Almería, das Umland von Madrid und die Provinz Burgos lieferten Drehorte, die Leone nahtlos zu einem visuellen Ganzen verwob. Quentin Tarantino hält das Werk schlichtweg für «die größte Leistung in der Filmgeschichte».

Der Friedhof Sad Hill (Zwei glorreiche Halunken, 2’38)
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Ein großartiger Geschichtenerzähler – Hollywoodlegende Clint Eastwood wird 95

Ein Geburtsagsporträt von Kai Bliesener

Ein Gesicht, so markant wie eine Felsformation in den Rocky Mountains. Furchen, die sich mit den Jahrzehnten so tief eingegraben haben, wie der Grand Canyon. Augen, die blitzen können wie glühende Kohlen. Und ein Mund, dessen Lippen zusammengepresst kaum mehr als ein schmaler, gerader Strich sind. So kennen wir Clint Eastwood, Hollywoods Großmeister, der auch von den dunklen Themen nicht zurückschreckt, sondern sie ausleuchtet und auf die Leinwand bringt. Dabei kann er ziemlich verschmitzt lächeln und verfügt über einen trockenen Humor, der auch von gesunder Selbstironie lebt.

Clint Eastwood beim Cannes Film Festival 2008
© Fanny Bouton / Wikimedia Commons
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Auf der Suche nach der ermordeten Zeit

Sergio Leones ebenso betörendes wie problematisches und letztlich bis heute unvollendetes Film-Epos Es war einmal in Amerika wurde 40

Was er all die Jahre gemacht habe, wird der ergraute Gangster David Aaronson, alias Noodles, der Antiheld von Sergio Leones Verbrechensepos Es war einmal in Amerika, gefragt, als es ihn nach Jahrzehnten der Flucht zurück ins alte Revier, die Lower East Side von New York, verschlägt. Für ein paar Sekunden wird er, gespielt von einem 39-jährigen, doch alt und faltig geschminkten Robert De Niro nachdenken, bevor antwortet: »Ich bin früh schlafen gegangen.«

ES WAR EINMAL IN AMERIKA (© Warner)
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