FILMgeBlätter

Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Monat: September 2019 (Seite 1 von 2)

Volker Schlöndorff im Gespräch

«Ich bin Handwerker, weil mir das Wort Künstler verdächtig ist»

Volker Schlöndorff ist mehr als nur einer der prominentesten deutschen Filmemacher. Mit Der junge Törless hat er das bundesdeutsche Nachkriegskino geprägt wie kein anderer. Mit Die verlorene Ehre der Katharina Blum hat er direkt in die Zeitgeschichte eingegriffen und mit Die Blechtrommel in Hollywood und an der Cote d’Azur Filmgeschichte geschrieben.

Anlässlich seines 80. Geburtstages Anfang des Jahres (*31.3.1939) hat Volker Schlöndorff ein längeres Gespräch mit dem Filmjournalisten Josef Schnelle geführt, aus dem wir im Folgenden zitieren.

Literaturverfilmung

Josef Schnelle: Sie gelten ja als derjenige, der die Literaturverfilmung sozusagen erfunden hat.

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Brie Larson

  • 1. 10. 1989

Manchmal gehen Träume eben doch in Erfüllung. Schon im Vorschulalter weiß Brianne Sidonie Desaulniers, dass sie Schauspielerin werden möchte. Auf eine echte Schule geht sie dann gar nicht, sondern wird mit sechs Jahren an einer prestigeträchtigen Schauspielschule aufgenommen – als jüngstes Mitglied aller Zeiten. Obwohl ihre Eltern als Chiropraktiker nicht gerade aus dem Showbiz kommen, ist die kleine Brie eine Art Film-Wunderkind: Mit acht Jahren schaut sie Hollywood-Klassiker aus den 1940ern und Godard-Filme mit Untertiteln. Sie spielt erste Rollen in Late-Night-Sketchen und Familien-Sitcoms und nimmt dafür den einfacheren Nachnamen Larson ihrer Großmutter an.

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Was ist Film? Was ist Kino?

Ein Blick zurück und ein Blick nach vorn

Die Frage Was ist Film? Was ist Kino? kann kaum ein anderer so gut beantworten wie Edgar Reitz. Reitz hat seinen ersten Kurzfilm 1954 gedreht, seinen vorläufig letzten Film 2013. Er ist einer der bekanntesten und geachtesten deutschen Filmemacher. In der langen Zeit seines Schaffens haben sich die technischen, ästhetischen und sozialen Bedingungen des Filme-Machens und Filme-Sehens grundlegend geändert. Maßgeblich am Aufbruch in den 60er Jahren beteiligt, erlebte er, wie in den 70er Jahren die Möglichkeiten für kreative Filmemacher im Kino verloren gingen. Aus dieser Krise befreite er sich, in dem er mit seinem Heimat-Epos, fürs Fernsehen produziert, neue Formen seriellen Erzählens entwickelte. Eine große Werkschau bot Anfang dieses Jahres in Nürnberg die Gelegenheit, die Filme von Edgar Reitz zu erleben und (wieder) zu entdecken. Sie wurde mit Diskussionen und Vorträgen begleitet. Aus dieser Werkschau ist ein Buch hervorgegangen. Es leistet einen kompletten Überblick über das filmische Werk von Edgar Reitz, mit Produktionsangaben und bebilderten Kurzbeschreibungen, ergänzt durch Einführungen, die die Zeitumstände des Werks, aber auch das Gültige, das den Jahren standgehalten hat, hervorheben.
Wir zitieren im folgenden aus der Einleitung des Buches.

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Vom «Seattle Grace» ins «Bada Bing»

Unsere Lust an der Serie

Und welche Serie schaust du? The Wire, Die Sopranos, AllyMc Beal, Mad Men, Emergency Room oder doch am liebsten Lost?» Immer häufiger ist das Gespräch über die eigenen Serienlieblinge Thema auch ernsthafter Gespräche auf Gesellschaften oder unter Freunden. Das liegt daran, dass die Qualitätsserien – in der Regel amerikanischer Herkunft – anders als die bisher im Fernsehen übliche anspruchslose Familienunterhaltung intelligente Handlungsstränge mit ironischen Bezügen und überraschenden Wendungen koppeln und so die Fantasie des Zuschauers im höchsten Maße beanspruchen. Wie vielschichtig z. B. die Serie Die Sopranos aufgebaut ist, zeigt folgender Auszug aus einem Beitrag von Rainer Winter dem Buch «Serielle Formen».

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Die Kunst des Storyboarding

Der Film zwischen Drehbuch und Kamera

Am Anfang vieler großer Filme steht das Storyboard. Ohne dieses würden Filme wie Hitchcocks The Birds (1963) nicht die sein, die das Publikum im Kino zu sehen bekommt. Sie visualisieren Filmszenen noch bevor diese gedreht werden und sind die Schnittstelle zwischen Drehbuch und Kamera. In «Storyboarding – Filmisches Entwerfen» zeigen die Autoren anschaulich, wie Storyboard-Zeichner Drehbücher von Hitchcock oder Walt Disney grafisch zum Leben erwecken.

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Spiel ist Spiel und Film ist Film

Videoästhetik und die Schwierigkeit ihrer filmischen Adaption

Videospiele haben schon lange nicht mehr den schlechten Ruf, den sie vor einigen Jahren noch hatten. Hieß es – insbesondere nach einigen erschreckenden Amokläufen – blutrünstige Computerspiele würden die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen erhöhen, geht man heute davon aus, dass sie die Konzentration und die Fähigkeit, Probleme zu lösen, steigern. Schon bald wurden populäre Videospiele auch verfilmt, konnten aber nur selten Erfolge verzeichnen.

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Steven Spielberg: die Magie des Kinos

Vom Wissenwollen und Träumendürfen

Steven Spielberg. Dieser Name steht für große Blockbuster und Gänsehaut-Momente. Seit rund 40 Jahren dreht er Filme. Der weiße Hai war sein großer Durchbruch. Bald galt er als «Wunderkind» der Filmindustrie. Auf den weißen Hai folgten weitere Publikumserfolge wie Jurassic Park, oder die Indiana Jones-Reihe, die er zusammen mit seinem langjährigen Freund George Lucas drehte. Am 18 Dezember dieses Jahres wird Steven Spielberg 70 Jahre alt. Aus dem Buch von Georg Seeßlen über Steven Spielberg und seine Filme zitieren wir im folgenden aus dem Abschnitt über Big Friendly Giant.

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Möge die Macht mit dir sein

Es war einmal … mein erstes Mal Star Wars

Am 25. Mai 1977 kam der erste Star Wars-Film in die Kinos. Das phantasievolle Science-Fiction-Märchen war auf Anhieb ein Blockbuster und verzauberte die Menschen weltweit: Wer mit George Lucas in die Zukunft ge­schaut hatte, kam als ein anderer Mensch aus dem Kino. Die beiden Trilogien haben unzählige Fans, ein eigenes Star Wars-Fan-Imperium entstand weltweit, und dem Kinostart des neuen Star Wars-Films im Dezember 2019 wird schon aufgeregt entgegengefiebert.

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Ins Exil und wieder nach Hause

Erinnerung an den großen Regisseur Robert Siodmak

Wer ist Robert Siodmak? Robert Siodmak gehört zu den Filmemachern, die aus Deutschland von den Nazis vertrieben wurden und ihre Karriere in Hollywood fortsetzten – in Siodmaks Fall sehr erfolgreich. Während sein noch in Deutschland gedrehtes Werk Menschen am Sonntag – einer der schönsten Berlin-Filme überhaupt – fast dokumentarisch anmutet, reüssierte er in Hollywood nicht zuletzt auf dem Gebiet des Film noir, mit Filmen wie The Killers oder The Spiral Staircase. Trotz des Erfolgs in Amerika zog es ihn nach Kriegsende zurück nach Europa. Das Zeughauskino in Berlin hat Robert Siodmak eine Retrospektive gewidmet, zu der jetzt eine Begleitpublikation erschienen ist.

Wir zitieren im folgenden aus dem einleitenden Beitrag von Wolfgang Jacobsen.

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Und wenn Sie nicht gestorben sind …

Das einzigartige Golzow-Projekt ist zum Ende gekommen

Kinder werden in einem kleinen Dorf geboren, gehen gemeinsam in die erste Schulklasse, lernen und entwickeln sich jeder auf seine Weise. Ihre Lebenswege werden durch eigene Entscheidungen, aber auch durch gesellschaftliche Verhältnisse und die Geschicke ihres Heimatlandes bestimmt. Nichts besonderes – wenn nicht ihre Lebenswege mit der Kamera dokumentiert worden wären und dadurch ein Filmdokument zeitloser Qualität entstanden wäre.

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