Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Schlagwort: Filmkalender (Seite 1 von 3)

Nachruf: Alan Rickman wäre heute 80 Jahre alt geworden

Schauspieler *21. Februar 1946 †14. Januar 2016

Kurz nachdem Alan Rickman seinem Krebsleiden am 14. Januar 2016 erlag, veröffentlichte der New Yorker einen Cartoon zu seinen Ehren. Darin sitzen John McClane und Harry Potter in einer Bar und prosten einander traurig zu: „Here’s to the best damned antagonist a guy could ask for.“ Rickman war ein vielseitiger Schauspieler, einer der besten, die nie für einen Oscar nominiert wurden, aber für die Ewigkeit waren vor allem seine Schurkenrollen.

Alan Rickman als Severus Snape in HARRY POTTER UND DER ORDEN DES PHÖNIX (2007)
© Warner Bros.
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Nachruf: Burt Reynolds wäre heute 90 Jahre alt geworden

Schauspieler *11. Februar 1936 †6. September 2018

Eine gerne von Burt Reynolds kolportierte Geschichte geht dahin, dass Clint Eastwood und er am selben Tag des Jahres 1958 von den Universal Studios gefeuert worden seien. Eastwood, hieß es, spreche zu langsam, habe diesen abgebrochenen Zahn und sein Adamsapfel sei zu groß. Als Reynolds den Personalchef fragte, warum er entlassen sei, bekam er hingegen zur Antwort: »Du kannst nicht schauspielern.«

Burt Reynolds als Tommy Vinson in ALL IN – ALLES ODER NICHTS (2008) © MGM
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DIE SCHWARZE AUS DAKAR (1966): Ousmane Sembènes wegweisender Blick auf Kolonialismus und Depression

60 Jahre Die Schwarze aus Dakar: Wie der Film afrikanisches Kino sichtbar machte, die Gewalt postkolonialer Machtverhältnisse aufzeigte und einer jungen Frau aus Dakar filmisch ihre Stimme und Würde zurückgab.

Vor 60 Jahren kam La Noire De… (international Black Girl und in Deutschland Die Schwarze aus Dakar) ins Kino, der erste Langfilm des zuvor vor allem als Schriftsteller tätigen senegalesischen Aktivisten Ousmane Sembène. Die tragische Geschichte der titelgebenden jungen Frau aus Dakar, die als Dienstmädchen zu einer weißen Familie nach Frankreich kommt, erhielt zwar ein eher maues Presseecho im globalen Norden, Filmschaffende und Publikum beeindruckte der Film jedoch und bekam in Folge internationale Aufmerksamkeit.

Mbissine Thérèse Diop in DIE SCHWARZE AUS DAKAR (1966) © Criterion
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Nachruf: Diane Keaton wäre heute 80 Jahre alt geworden

Von Annie Hall bis Instagram: Zum Andenken an Diane Keaton – eine Hollywood-Ikone, die bis zuletzt ihren eigenen Weg ging.

Obwohl sie 1946 schon direkt in der Filmstadt Los Angeles geboren wurde, zog es Diane Keaton Mitte der 1960er Jahre zuerst nach New York. Am Broadway spielte sie 1969 die weibliche Hauptrolle im Bühnenstück „Play it Again, Sam“ und lernte dort Woody Allen kennen. Eine Begegnung, die prägender war als ihr Auftritt in Der Pate, durch den sie 1972 international bekannt wurde. Mit Allen drehte sie neben Der Schläfer (1973), Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (1975) und Manhattan (1979) auch Der Stadtneurotiker – Annie Hall (1977).

Diane Keaton als Annie Hall in DER STADTNEUROTIKER (1977) © United Artists / MGM
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Theda und ihre Erbinnen

A Fool There Was zeigt 1915 erstmals die Figur des Vamps im Kino

Die dunkle Verführerin bzw. der Vamp war als Sirene, Racheengel oder Vampirin im Mythos, in der Malerei, in der Musik und in der Literatur ein beliebtes Motiv. Einige der gefährlichen Grazien sind Salomé, Circe, Loreley oder Lulu. Nach 1900 fand die Femme fatale im neuen Medium Film Einzug, wobei die hinreißende Theda Bara als erste cineastische Verkörperung des Vamps gilt.

Theda Bara in A FOOL THERE WAS (1915) © Fox Film Corp.
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Zum Geburtstag: Alain Delon wäre heute 90 Jahre alt geworden

Schauspieler und Filmproduzent *8. November 1935 †18. August 2024

Alain Delon wurde in frühen Jahren insgesamt sechsmal der Schule verwiesen und in ein Internat geschickt. Er arbeitete im Alter von 14 in der Metzgerei seines Stiefvaters, des Weiteren als Kellner, Pförtner, Sekretär und Verkäufer. Dabei war der Weg vorgezeichnet. Wer mit so einem Aussehen auf die Welt kommt, kann einfach nur eins werden: Filmstar.

Alain Delon in DER EISKALTE ENGEL (© Arthaus)
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Kate Winslet wird 50 Jahre alt

Schauspielerin *5. Oktober 1975

»I can’t just learn my lines and do [my job], but perhaps that’s because I don’t want to act, I want to be. And I do think there’s a difference.« Kate Winslet ist eine Vollblutschauspielerin, die sich mit voller Wucht in ihre Rollen wirft – und sich oft nur schwer davon lösen kann.

Kate Winslet in ihrer bis heute wohl ikonischsten Rolle in TITANIC
(© 20th Century Fox)
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James Dean – Mehr als nur ein Rebell

1955 stirbt James Dean kurz nach dem Release seines größten Erfolgs …denn sie wissen nicht, was sie tun (orig. Rebel Without a Cause)

Ob der am 30. September 1955 durch einen Autounfall im Alter von gerade mal 24 Jahren verstorbene US-Schauspieler James Dean sich zu einer derartigen Ikone entwickelt hätte, wäre seine Vorliebe für schnelle Autos etwas weniger ausgeprägt gewesen, bleibt offen.

James Dean als Jim Stark in …DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN (1955) © Warner
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Chow Yun-fat wird 70 Jahre alt

Schauspieler *18. Mai 1955

Wie cool kann man sein? Und warum sieht es bei Chow Yun-Fat immer so einfach aus? Es kann nicht nur am Zahnstocher, der Sonnenbrille oder dem Trenchcoat liegen und es ist auch nicht nur die Eleganz, mit der er durch Szenen inbrünstiger Melodramatik und donnernde Action-Setpieces zu schweben scheint. An körperbewussten Haudraufs herrschte in der vor Wahnwitz vibrierenden Welt des 1980er-Hong-Kong-Kinos schließlich ebenso wenig Mangel wie an romantischen Beaus. Was also ließ ihn hervorstechen? Was machte ihn zur Ikone der Coolness schlechthin? War es seine Bereitschaft zur Fehlbarkeit und Sentimentalität, die seine Antihelden verletzlich und nahbar machte?

Chow Yun-fat in HARD BOILED (© TG Vision / Cargo Records)
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