100 Jahre Herbert Hunger. Dr. Adelheid Maria Hunger über den Trickfilmregisseur
Die Lebensreise des Trickfilmpioniers Herbert Hunger begann am 17. Januar 1923 in Wurzen in einem schiefen Haus in der Carolagasse (später Badergasse), wo sowohl das Wasser als auch der Ball oft in einer Ecke landeten.
60 Jahre Die Schwarze aus Dakar: Wie der Film afrikanisches Kino sichtbar machte, die Gewalt postkolonialer Machtverhältnisse aufzeigte und einer jungen Frau aus Dakar filmisch ihre Stimme und Würde zurückgab.
Vor 60 Jahren kam La Noire De… (international Black Girl und in Deutschland Die Schwarze aus Dakar) ins Kino, der erste Langfilm des zuvor vor allem als Schriftsteller tätigen senegalesischen Aktivisten Ousmane Sembène. Die tragische Geschichte der titelgebenden jungen Frau aus Dakar, die als Dienstmädchen zu einer weißen Familie nach Frankreich kommt, erhielt zwar ein eher maues Presseecho im globalen Norden, Filmschaffende und Publikum beeindruckte der Film jedoch und bekam in Folge internationale Aufmerksamkeit.
Wie ein junger Filmemacher zwischen Regengüssen beim Dreh in der Wüste und eigenen Kommunikationsproblemen das Kino für immer veränderte.
Der junge Filmemacher George Lucas hat einen Traum. Einen Traum von einer gewaltigen Weltraumoper, die sich selbst an Stanley Kubricks Epos 2001: Odyssee im Weltraum (2001: A Space Odyssey, 1968) messen lassen kann. Nur actionreicher. Mit einem Abschluss der USC (University of Southern California) und einigen experimentellen Kurzfilmen in der Tasche, sucht Lucas auch den kommerziellen Erfolg. Doch bis Krieg der Sterne in die Kinos kommen sollte, sind noch einige Hürden zu überwinden.
Die Reise der Pinguine wird 2005 zu einer der erfolgreichsten Tierdokumentationen aller Zeiten. Ein Rückblick auf die Entstehung des Genres Tierfilm und Naturdoku.
Der Biologe Luc Jacquet hat zum Zeitpunkt, als er Die Reise der Pinguine dreht, gerade einmal für zwei mittellange Fernsehdokumentation verantwortlich gezeichnet. Das Handwerk filmischer Inszenierung beherrscht er allerdings. Seine erste Kinoarbeit wird bei einem Budget von 2,8 Millionen Euro und einem weltweiten Einspielergebnis von über 127 Millionen US-Dollar einer der erfolgreichsten Naturfilme und gewinnt einen Oscar und einen César.
Hans Weingartner blickt auf seinen Erfolgsfilm DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI (2004) zurück, der im SWR-Format Debüt im Dritten produziert wurde.
Die fetten Jahre sind vorbei hat viel mit den letzten zehn Jahren meines Lebens zu tun, in denen ich mehrfach versucht habe, politisch aktiv zu werden, und mehrfach gescheitert bin. Ich wollte immer Teil einer Jugendbewegung sein, aber ich habe nie wirklich eine gefunden. Ich war Punk, als Punk schon vorbei war, ich war Hausbesetzer, als es damit schon zu Ende ging. Ich glaube, wir leben in einer Zeit, in der viele junge Menschen den Wunsch nach politischer Veränderung in sich tragen, aber nicht wissen, wie sie ihm zum Durchbruch verhelfen sollen. Es fehlen die Reibungsflächen und es fehlt die Gruppendynamik.
A Fool There Was zeigt 1915 erstmals die Figur des Vamps im Kino
Die dunkle Verführerin bzw. der Vamp war als Sirene, Racheengel oder Vampirin im Mythos, in der Malerei, in der Musik und in der Literatur ein beliebtes Motiv. Einige der gefährlichen Grazien sind Salomé, Circe, Loreley oder Lulu. Nach 1900 fand die Femme fatale im neuen Medium Film Einzug, wobei die hinreißende Theda Bara als erste cineastische Verkörperung des Vamps gilt.
Milena Aboyan im Gespräch über ihren Debütfilm ELAHA (2023).
Mit Elaha wollten wir die Geschichte einer Frau erzählen, die sich verpflichtet hat, niemals leise zu sein, eine Frau, die Schwäche zulässt, ohne dabei schwach zu sein. Sie liebt ihre Familie, ihre Traditionen und ihre Kultur, aber sie ist mit einer Regel nicht einverstanden. Sie stellt sich gegen ein universelles Herrschaftssystem, das keine Rücksicht auf Herkunft nimmt.
Suzanne Pathé beschreibt in ihren Jugenderinnerungen die ersten Jahrmarktgeschäfte ihres Onkels Charles Pathé, die den Grundstein für die Filmfirma Pathé Frères legten.
Es geschag im August 1894. Einer seiner Freunde lud Onkel Charles Pathé ein, ihn auf die Foire du Trône – so nannte man zu dieser Zeit den Jahrmarkt von Vincennes – zu begleiten, um dort einen Apparat zu betrachten, der ihn neugierig gemacht hatte. Der Apparat, so erzählte ihm sein Freund, sei unscheinbar, doch könne er die menschliche Stimme exakt wiedergeben. Sollte es sich hier um eine Bauernfängerei handeln?
Nick Deocampo über die Geschichte des alternativen Kinos auf den Philippinen und seine Verbindungen zum Neuen Deutschen Film.
Wenn ich über die Geschichte des alternativen Kinos auf den Philippinen schreibe – eines Kinos, das in Opposition zur kommerziellen Filmindustrie des Landes steht –, dann behaupte ich, dass sein bahnbrechender Einfluss und seine Inspiration vom Neuen Deutschen Film ausgingen.
1955 stirbt James Dean kurz nach dem Release seines größten Erfolgs …denn sie wissen nicht, was sie tun (orig. Rebel Without a Cause)
Ob der am 30. September 1955 durch einen Autounfall im Alter von gerade mal 24 Jahren verstorbene US-Schauspieler James Dean sich zu einer derartigen Ikone entwickelt hätte, wäre seine Vorliebe für schnelle Autos etwas weniger ausgeprägt gewesen, bleibt offen.
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