Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Autor: Blätterchefin (Seite 1 von 26)

Nachruf: Diane Keaton wäre heute 80 Jahre alt geworden

Von Annie Hall bis Instagram: Zum Andenken an Diane Keaton – eine Hollywood-Ikone, die bis zuletzt ihren eigenen Weg ging.

Obwohl sie 1946 schon direkt in der Filmstadt Los Angeles geboren wurde, zog es Diane Keaton Mitte der 1960er Jahre zuerst nach New York. Am Broadway spielte sie 1969 die weibliche Hauptrolle im Bühnenstück „Play it Again, Sam“ und lernte dort Woody Allen kennen. Eine Begegnung, die prägender war als ihr Auftritt in Der Pate, durch den sie 1972 international bekannt wurde. Mit Allen drehte sie neben Der Schläfer (1973), Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (1975) und Manhattan (1979) auch Der Stadtneurotiker – Annie Hall (1977).

Diane Keaton als Annie Hall in DER STADTNEUROTIKER (1977) © United Artists / MGM
Weiterlesen

George Lucas und der steinige Weg zu KRIEG DER STERNE (STAR WARS)

Wie ein junger Filmemacher zwischen Regengüssen beim Dreh in der Wüste und eigenen Kommunikationsproblemen das Kino für immer veränderte.

Der junge Filmemacher George Lucas hat einen Traum. Einen Traum von einer gewaltigen Weltraumoper, die sich selbst an Stanley Kubricks Epos 2001: Odyssee im Weltraum (2001: A Space Odyssey, 1968) messen lassen kann. Nur actionreicher. Mit einem Abschluss der USC (University of Southern California) und einigen experimentellen Kurzfilmen in der Tasche, sucht Lucas auch den kommerziellen Erfolg. Doch bis Krieg der Sterne in die Kinos kommen sollte, sind noch einige Hürden zu überwinden.

Filmplakat des ersten STAR WARS-Films
© 20th Century Fox
Weiterlesen

«Häufig wird vergessen, dass Flüchtende keineswegs nur Menschen aus weit entfernten Ländern sind.»

Regisseurin und Drehbuchautorin Sarah Neumann über ihren Debütfilm JENSEITS DER BLAUEN GRENZE (2025)

Was mich neben den bezaubernden jungen Hauptfiguren Hanna, Andreas und Jens und deren Geschichte einer Jugend, die ohne ihr Verschulden durch das DDR-Regime zerstört wird, an der Geschichte besonders reizt, ist, der Fluchtversuch auf dem offenen Meer. Das Thema Flucht ist aktuell wie nie. Häufig wird vergessen, dass Flüchtende keineswegs nur Menschen aus weit entfernten Ländern sind.

Andreas (Willi Geitmann) und Hanna (Lena Urzendowsky) versuchen, 50 Kilometer
in die Freiheit zu schwimmen. © SWR/Wood Water Films
Weiterlesen

Die Ursprünge des Tierfilms und seine Entwicklung – von DIE WÜSTE LEBT (1953) bis DIE REISE DER PINGUINE (2005)

Die Reise der Pinguine wird 2005 zu einer der erfolgreichsten Tierdokumentationen aller Zeiten. Ein Rückblick auf die Entstehung des Genres Tierfilm und Naturdoku.

Der Biologe Luc Jacquet hat zum Zeitpunkt, als er Die Reise der Pinguine dreht, gerade einmal für zwei mittellange Fernsehdokumentation verantwortlich gezeichnet. Das Handwerk filmischer Inszenierung beherrscht er allerdings. Seine erste Kinoarbeit wird bei einem Budget von 2,8 Millionen Euro und einem weltweiten Einspielergebnis von über 127 Millionen US-Dollar einer der erfolgreichsten Naturfilme und gewinnt einen Oscar und einen César.

DIE REISE DER PINGUINE (2005) © Arthaus / Kinowelt
Weiterlesen

DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI: Ein Rückblick auf die revolutionäre Energie der Jugend

Hans Weingartner blickt auf seinen Erfolgsfilm DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI (2004) zurück, der im SWR-Format Debüt im Dritten produziert wurde.

Die fetten Jahre sind vorbei hat viel mit den letzten zehn Jahren meines Lebens zu tun, in denen ich mehrfach versucht habe, politisch aktiv zu werden, und mehrfach gescheitert bin. Ich wollte immer Teil einer Jugendbewegung sein, aber ich habe nie wirklich eine gefunden. Ich war Punk, als Punk schon vorbei war, ich war Hausbesetzer, als es damit schon zu Ende ging. Ich glaube, wir leben in einer Zeit, in der viele junge Menschen den Wunsch nach politischer Veränderung in sich tragen, aber nicht wissen, wie sie ihm zum Durchbruch verhelfen sollen. Es fehlen die Reibungsflächen und es fehlt die Gruppendynamik.

v.l.n.r.: Jan (Daniel Brühl), Jule (Julia Jentsch), Peter (Stipe Erceg). © SWR/y3 film
Weiterlesen

Die besten Kinderfilme für die Weihnachtszeit

Von Weihnachtsteddys, Wichtelgeschichten und Winterzauber – die besten Kinderfilme für die Advents- und Weihnachtszeit.

Die Tage werden kürzer, der erste Schnee fällt, wir kuscheln uns am liebsten mit dicken Socken, Wärmflasche und warmem Kakao zwischen die Decken. Nach Schneeballschlachten, Rodeln und Lebkuchenhausbauen ist es schön, sich mit den Kindern auf dem Sofa einen schönen Weihnachtsfilm anzuschauen – doch welchen?

EIN WEIHNACHTSFEST FÜR TEDDY (2022) © Capelight
Weiterlesen

Theda und ihre Erbinnen

A Fool There Was zeigt 1915 erstmals die Figur des Vamps im Kino

Die dunkle Verführerin bzw. der Vamp war als Sirene, Racheengel oder Vampirin im Mythos, in der Malerei, in der Musik und in der Literatur ein beliebtes Motiv. Einige der gefährlichen Grazien sind Salomé, Circe, Loreley oder Lulu. Nach 1900 fand die Femme fatale im neuen Medium Film Einzug, wobei die hinreißende Theda Bara als erste cineastische Verkörperung des Vamps gilt.

Theda Bara in A FOOL THERE WAS (1915) © Fox Film Corp.
Weiterlesen

Zum Geburtstag: Alain Delon wäre heute 90 Jahre alt geworden

Schauspieler und Filmproduzent *8. November 1935 †18. August 2024

Alain Delon wurde in frühen Jahren insgesamt sechsmal der Schule verwiesen und in ein Internat geschickt. Er arbeitete im Alter von 14 in der Metzgerei seines Stiefvaters, des Weiteren als Kellner, Pförtner, Sekretär und Verkäufer. Dabei war der Weg vorgezeichnet. Wer mit so einem Aussehen auf die Welt kommt, kann einfach nur eins werden: Filmstar.

Alain Delon in DER EISKALTE ENGEL (© Arthaus)
Weiterlesen

«Wir können Gewalt gegen Frauen erzählen, ohne diese brutale Gewalt gegen Frauen zu zeigen.»

Milena Aboyan im Gespräch über ihren Debütfilm ELAHA (2023).

Mit Elaha wollten wir die Geschichte einer Frau erzählen, die sich verpflichtet hat, niemals leise zu sein, eine Frau, die Schwäche zulässt, ohne dabei schwach zu sein. Sie liebt ihre Familie, ihre Traditionen und ihre Kultur, aber sie ist mit einer Regel nicht einverstanden. Sie stellt sich gegen ein universelles Herrschaftssystem, das keine Rücksicht auf Herkunft nimmt.

Elaha (Bayan Layla) hofft, dass sie in der Ehe mit Nasim (Armin Wahedi) ein
freieres Leben wird führen können. © SWR/Kinescope Film
Weiterlesen

Wie Charles Pathé 1894 auf dem Jahrmarkt den Phonographen entdeckte – und damit den Grundstein für eine Kino-Revolution legte

Suzanne Pathé beschreibt in ihren Jugenderinnerungen die ersten Jahrmarktgeschäfte ihres Onkels Charles Pathé, die den Grundstein für die Filmfirma Pathé Frères legten.

Es geschag im August 1894. Einer seiner Freunde lud Onkel Charles Pathé ein, ihn auf die Foire du Trône – so nannte man zu dieser Zeit den Jahrmarkt von Vincennes – zu begleiten, um dort einen Apparat zu betrachten, der ihn neugierig gemacht hatte. Der Apparat, so erzählte ihm sein Freund, sei unscheinbar, doch könne er die menschliche Stimme exakt wiedergeben. Sollte es sich hier um eine Bauernfängerei handeln?

Weiterlesen
« Ältere Beiträge

© 2026 FILMgeBlätter

Theme von Anders NorénHoch ↑