FILMgeBlätter

Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Robert Pattinson wird 40 Jahre alt

Schauspieler *13. Mai 1986

Der Karriereanfang verhieß nicht unbedingt ein gutes Ende. Seinen weltweiten Durchbruch feierte Robert Pattinson 2008 mit Twilight – Biss zum Morgengrauen – der Verfilmung des ersten Teils von Stephenie Meyers gleichnamiger, superfolgreicher Jugendbuchreihe. Twilight wurde ein gigantischer Hit, spielte bei einem Budget von 37 Millionen Dollar 408 Millionen ein und machte Pattinson nicht nur zum absoluten Superstar und feuchten Traum von unzähligen jungen Frauen, sondern dank einer vierjährigen Liebesbeziehung mit Twilight-Filmpartnerin Kristen Stewart ebenso zum Dauerthema der Boulevard-Medien.

Robert Pattinson und Kristen Stewart als Edward Cullen und Bella Swan in
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN (2008) © Concorde
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Die Bounty: Eine Meuterei jenseits der Traumfabrik Hollywood

Simon Füchtenschnieder recherchierte die wahre Geschichte der vielfach verfilmten Meuterei auf der Bounty. Die einfache Aufteilung in Gut und Böse, die die Filme meist zeigen, ist in der Realität doch etwas komplizierter.

Sie ist die wohl berühmteste Meuterei der Geschichte – dabei ist ihr Ablauf eigentlich nicht sonderlich spektakulär. Zudem verläuft sie unblutig. Den brutalen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen sadistischem Tyrannen einer- und edlem Helden andererseits, machten eine Roman-Trilogie und Hollywood später aus der Geschichte. Damit verankert die Traumfabrik sie dauerhaft in den Köpfen der Zuschauerinnen und Zuschauer.

© MGM
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Ein amerikanischer Held und der Matilda-Effekt – OPPENHEIMER (2023)

Für OPPENHEIMER hat Autor und Regisseur Christopher Nolan sehr gründlich recherchiert, wenn es darum geht, das Heldenbild des genialen Kernphysikers zu untermauern. Allerdings nimmt er in Kauf, eine bedeutende Wissenschaftlerin sträflich zu ignorieren.

Es war am Montag, 16. Juli 1945, exakt 5.29 Uhr und 45 Sekunden, als ein Mensch erstmals jene Kraft entfesselte, die die Welt im Innersten zusammenhält. Auf dem Testgelände Alamogordo in der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico detonierte die erste atomare Bombe mit einer Kraft, die 21.000 Tonnen des konventionellen Sprengstoffs TNT entsprach. Regisseur Christopher Nolan nimmt sich für diesen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte 92 Sekunden Zeit: Knapp zwei Drittel seiner dreistündigen filmischen Biografie über J. Robert Oppenheimer, den Vater der Atombombe, sind erzählt, als das Accelerando der Streicher abrupt abreißt. Der Countdown springt auf null – Stille.

OPPENHEIMER-Filmplakat © Universal
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Anya Taylor-Joy wird 30 Jahre alt

Schauspielerin *16. April 1996

Zu Beginn von M. Night Shyamalans Psychothriller Split (2016) werden drei Mädchen von einem Mann mit multipler Persönlichkeit entführt. Als würdige Gegenspielerin erweist sich allerdings nicht die populäre Schulkönigin Claire, sondern die stille, pragmatische Außenseiterin Casey. Sie gibt einer Mitgefangenen den Rat, sich einzupinkeln, damit der Psychopath von ihr ablässt, sie spielt die verschiedenen Persönlichkeiten des Entführers gegeneinander aus. Mit der Rolle der Casey und ihrem Durchbruchsfilm The Witch (2015) etabliert sich Anya Taylor-Joy schon in jungen Jahren als Star.

Anya Taylor-Joy in THE MENU (2022) © Walt Disney / 20th Century Fox
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Fight the Power: Spike Lee und das Erbe der Blaxploitation

1986 kommt Spike Lees Regiedebüt SHE’S GOTTA HAVE IT in die Kinos und begründet eine Karriere, die stets auf gesellschaftliche Missstände blickt.

Fight the Power, Brooklyn, Blaxploitation. Didaktik, Wut, Politik. Spike Lee, wenngleich kein reiner Blaxploitation-Regisseur, ist mit besagtem Subgenre der 1970er eng verwoben. Und gleichsam mit Hip-Hop-Kultur, New-York-Kino und politischem Appell der Marke Malcolm X, Black Panther und Martin Luther King. In seinem gesamten Werk, dies ist zweifelsfrei zu sagen, ist eine Ästhetik vorzufinden, die politisch ist und Bilder zeigt, die Haltung haben und vom Publikum einfordern, ebenjenes zu tun. Es ist laut, mahnend und dabei dennoch verspielt und humoristisch.

Tracy Camilla Johns als Nola Darling und Spike Lee als Mars Blackmon in
SHE’S GOTTA HAVE IT (1986) © MGM
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Die Hölle sind wir – Die wahre Geschichte hinter EDEN (2024)

Wolfgang Wissler über die Recherche der wahren Geschichte hinter dem Film EDEN: Wie sieben Aussteiger auf der Insel Floreana sich selbst zerstörten – zwischen Idealismus und menschlichen Abgründen.

Selbst wenn man reist bis ans Ende der Welt – man nimmt immer sich selbst mit. Auch weit draußen im Ozean ist niemand sicher vor menschlicher Niedertracht. Sieben Menschen auf einer 173 Quadratkilometer großen Insel genügen, um sich das Paradies zur Hölle zu machen. Das sind traurige Erkenntnisse der sogenannten Galapagos-Affäre von 1934, aus der US-Regisseur Ron Howard seinen Film EDEN (2024) formte. Für unser Buch Based on a true Story habe ich Howards Film und die wahren Ereignisse auf der Galapagos-Insel Floreana unter die Lupe genommen.

Filmplakat von EDEN © Leonine
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Die Pocahontas-Lüge

POCAHONTAS, die Disney-Produktion von 1995, macht aus einem indigenen Opfer europäischer Eroberer eine Märchenprinzessin. Die wahre Geschichte dagegen ist traurig.

Als Disney seine Heldin Pocahontas das erste Mal auftreten lässt, steht sie auf einer Klippe, hunderte Meter hoch über dem Fluss. Ihre Freundin ruft, sie möge kommen, ihr Vater sei zurückgekehrt. Da springt Pocahontas kopfüber die Felswand hinab, taucht ins Wasser ein, eine Mischung aus Elfe und Wasserwesen, und kurz darauf wieder auf. Wenige Filmszenen später tut es der Waschbär Nico, ihr Totemtier, ihr nach, nur weniger elegant, und krabbelt japsend aus dem Wasser. So ist Disney: Kein Superheld ohne hinterherhechelnden Tollpatsch, auf den innigsten Moment folgt das Augenzwinkern.

Filmplakat zu POCAHONTAS © Disney
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Nachruf: Alan Rickman wäre heute 80 Jahre alt geworden

Schauspieler *21. Februar 1946 †14. Januar 2016

Kurz nachdem Alan Rickman seinem Krebsleiden am 14. Januar 2016 erlag, veröffentlichte der New Yorker einen Cartoon zu seinen Ehren. Darin sitzen John McClane und Harry Potter in einer Bar und prosten einander traurig zu: „Here’s to the best damned antagonist a guy could ask for.“ Rickman war ein vielseitiger Schauspieler, einer der besten, die nie für einen Oscar nominiert wurden, aber für die Ewigkeit waren vor allem seine Schurkenrollen.

Alan Rickman als Severus Snape in HARRY POTTER UND DER ORDEN DES PHÖNIX (2007)
© Warner Bros.
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Nachruf: Burt Reynolds wäre heute 90 Jahre alt geworden

Schauspieler *11. Februar 1936 †6. September 2018

Eine gerne von Burt Reynolds kolportierte Geschichte geht dahin, dass Clint Eastwood und er am selben Tag des Jahres 1958 von den Universal Studios gefeuert worden seien. Eastwood, hieß es, spreche zu langsam, habe diesen abgebrochenen Zahn und sein Adamsapfel sei zu groß. Als Reynolds den Personalchef fragte, warum er entlassen sei, bekam er hingegen zur Antwort: »Du kannst nicht schauspielern.«

Burt Reynolds als Tommy Vinson in ALL IN – ALLES ODER NICHTS (2008) © MGM
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