Der Blog des Schüren Verlags über Kino, Medien, Filme und was sonst so betrachtet werden kann

Schlagwort: debüt im dritten

«Häufig wird vergessen, dass Flüchtende keineswegs nur Menschen aus weit entfernten Ländern sind.»

Regisseurin und Drehbuchautorin Sarah Neumann über ihren Debütfilm JENSEITS DER BLAUEN GRENZE (2025)

Was mich neben den bezaubernden jungen Hauptfiguren Hanna, Andreas und Jens und deren Geschichte einer Jugend, die ohne ihr Verschulden durch das DDR-Regime zerstört wird, an der Geschichte besonders reizt, ist, der Fluchtversuch auf dem offenen Meer. Das Thema Flucht ist aktuell wie nie. Häufig wird vergessen, dass Flüchtende keineswegs nur Menschen aus weit entfernten Ländern sind.

Andreas (Willi Geitmann) und Hanna (Lena Urzendowsky) versuchen, 50 Kilometer
in die Freiheit zu schwimmen. © SWR/Wood Water Films
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DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI: Ein Rückblick auf die revolutionäre Energie der Jugend

Hans Weingartner blickt auf seinen Erfolgsfilm DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI (2004) zurück, der im SWR-Format Debüt im Dritten produziert wurde.

Die fetten Jahre sind vorbei hat viel mit den letzten zehn Jahren meines Lebens zu tun, in denen ich mehrfach versucht habe, politisch aktiv zu werden, und mehrfach gescheitert bin. Ich wollte immer Teil einer Jugendbewegung sein, aber ich habe nie wirklich eine gefunden. Ich war Punk, als Punk schon vorbei war, ich war Hausbesetzer, als es damit schon zu Ende ging. Ich glaube, wir leben in einer Zeit, in der viele junge Menschen den Wunsch nach politischer Veränderung in sich tragen, aber nicht wissen, wie sie ihm zum Durchbruch verhelfen sollen. Es fehlen die Reibungsflächen und es fehlt die Gruppendynamik.

v.l.n.r.: Jan (Daniel Brühl), Jule (Julia Jentsch), Peter (Stipe Erceg). © SWR/y3 film
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«Wir können Gewalt gegen Frauen erzählen, ohne diese brutale Gewalt gegen Frauen zu zeigen.»

Milena Aboyan im Gespräch über ihren Debütfilm ELAHA (2023).

Mit Elaha wollten wir die Geschichte einer Frau erzählen, die sich verpflichtet hat, niemals leise zu sein, eine Frau, die Schwäche zulässt, ohne dabei schwach zu sein. Sie liebt ihre Familie, ihre Traditionen und ihre Kultur, aber sie ist mit einer Regel nicht einverstanden. Sie stellt sich gegen ein universelles Herrschaftssystem, das keine Rücksicht auf Herkunft nimmt.

Elaha (Bayan Layla) hofft, dass sie in der Ehe mit Nasim (Armin Wahedi) ein
freieres Leben wird führen können. © SWR/Kinescope Film
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